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Dritter Kriminologischer Sommerkurs an der Universität Pécs

szerzõ: Mariann Tóth | 2010. június 10. 15:30:33

Das Max-Planck Institut für ausländisches und internationales Strafrecht und die Rechtwissenschaftliche Fakultät organisieren zwischen den 7-11 Juni 2010 den Dritten Kriminologischen Sommerkurs. Dieses Jahr sind Strafvollzug und die Behandlung gefährlicher Straftäter Hauptthemen.

Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-Jörg Albrecht; Foto: Szabolcs Csortos, UnivPécs

Die Konferenz wird zum fünften Mal organisiert, in geraden Jahren werden kriminologische Themen diskutiert und in ungeraden Jahren spielen strafrechtliche Themen die Hauptrolle. So wird die Universität Pécs dieses Jahr schon zum dritten Mal zum Treffpunkt von ungefähr 30-40 PhD Studenten, Forschern und Anwälten der Nachbarländer im Themenkreis Kriminologie. Es ist eine besondere Ehre, dass Hans-Jörg Albrecht, Leiter der Max-Planck Institut für ausländisches und internationales Strafrecht die deutsche Gruppe koordiniert. Wir sind sehr stolz, dass er seit 2005 den Ehrendoktortitel der Universität Pécs trägt.

Die tschechische, bulgarische, georgische, kroatische, deutsche und ungarische Teilnehmer der fünftägigen Konferenz besprechen die Forschungsergebnisse des Max-Planck Instituts, dieses Jahr haben sie den Schwerpunkt Gefängniswesen. Wie László Korinek, Leiter der Abteilung für Kriminologie und Strafvollzug an der Rechstwissenschftlichen Fakultät gesagt hat: „Wir sehen unsere Zukunft auf dem Beispiel Deutschlands, denn was heute ein Problem ist in Deutschland, kann auch in Ungarn in der näheren Zukunft vorkommen". Der Akademiker hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass das Gefängnis besonders die gefährliche und rückfallende Straftäter nicht eindeutig besser macht.

Dr. László Korinek; Foto: Szabolcs Csortos, UnivPécsProfessor Hans-Jörg Albrecht hat eine interessante Maßnahme erwähnt, die in Deutschland, Österreich, in der Schweiz und in skandinavischen Ländern eingesetzt wird: die sog. Sicherungsverwahrung. Es wird von strengen Regeln vorgeschrieben, wenn sie benutzt werden kann, vor allem soll sie die Allgemeinheit von gefährlichen Straftätern schützen. Sehr vereinfacht bedeutet die Sicherungsverwahrung, dass die besonders gefährliche Straftäter, die ihre Freiheitsstrafen verbüßt haben, für weitere zwei Jahren im Freiheitsentzug bleiben müssen. In zwei Jahren wird wiederholt überlegt, ob der Straftäter freigelassen werden kann und ob weitere zwei Jahre Sicherungsverwahrung ermessen wird. Damit im Zusammenhang stellen sich einige Fragen - z. B. steht die Sicherungsverwahrung im Gegensatz zur Europäischen Menschenrechtskonvention, aber es dient zum Schutz der Gesellschaft. Die Zahl der Sicherungsverwahrten hat in den letzten Jahren zugenommen, welches zu anderen Problemen führt, wie die Füllung von Gefängnissen und finanzielle Probleme.

Dritter Kriminologischer Sommerkurs Pressekonferenz - Universität Pécs; Foto: Szabolcs Csortos, UnivPécs

Während des Sommerkurses werden viele besonders interessante Themen diskutiert. László Kőhalmi, Assistant Professor der Abteilung für Kriminologie und Strafvollzug hat gesagt, dass neben anderen Themen die oben erwähnte Sicherungsverwahren besprochen wird, sowie Determinanten des Rückfalls, Frauenstrafvollzug in Deutschland, usw. Die Themen sind nicht eng miteinander verknüpft, aber das Hauptthema spielt in allen Präsentationen eine wichtige Rolle. Die Reihe der Hauptreferenten ist vielversprechend: Hans-Jörg Albrecht, László Korinek, Helmut Kury, Gabriella Kulcsár, Gunda Wößner, Rita Haverkamp, Michael Kilchling, Volker Grundies, Carina Tetal, Anna Petrig und Daniela Cernko nehmen teil.

 

utoljára frissítve: 2010. július 13. 12:52:45

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